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  • Tommy Chang

Was soll ich vor dem Training essen?

Aktualisiert: 31. Dez 2019

Vor dem Training noch ein Brötchen oder eine Banane reinhauen, damit uns die Energie nicht plötzlich ausgeht. Doch müssen wir wirklich etwas vor dem Training essen, um sportliche Leistung erbringen zu können?


Oft werde ich gefragt: “Was soll ich vor dem Training essen?”. Meine erste Reaktion auf diese häufig gestellte Frage ist meistens eine Gegenfrage: “Wieso musst du vor dem Training essen?”. Ob Fitnessgänger, Amateursportler oder Profi-Athlet, ein weit verbreitetes Denken ist es, dass wir zwingend energiereiche Nahrung zu uns nehmen müssen, bevor jegliche Form von sportlicher Betätigung in Frage kommt. Werbung von Sportgetränke-Herstellern haben uns gelehrt, dass wir mit viel Zucker während dem Sport erfolgreicher sind. An Wettkämpfen wie bspw. Marathons können wir beobachten, wie die Läufer regelmässig nach ihren Energie-Gels greifen. Auch Profisportler Jan van Berkel kennt das: “Ich ass 8 mal am Tag um sicherzustellen, genug Kohlenhydrate zu bekommen. Spaghetti und Energie-Gels waren an der Tagesordnung”.


Folge Jan auf seinem Instagram: www.instagram.com/janvberkel


Doch bald bemerkte der Ironman-Athlet, dass etwas nicht stimmen konnte: “Ich hatte stets starke Leistungseinbussen gegen Ende des Rennens. Deswegen machte ich mich auf die Suche nach Optimierungsmöglichkeiten.” Diese fand er in einem neuen Coach, der ihm zeigte, dass es auch ohne all den Zucker geht. Durch die Umstellung seiner Ernährung auf weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Fett verbesserte Jan van Berkel seine Marathonzeit um ganze 10 Minuten. Dies war möglich, weil er seinem Körper die sogenannte metabolische Flexibilität beibrachte. Dieser Begriff bezeichnet die Fähigkeit, sowohl Kohlenhydrate als auch Fett als Energielieferanten zu nutzen. Dadurch, dass wir heutzutage immer Zugang zu Nahrung haben und unserem Körper regelmässig Energie zuführen, obwohl alle Speicher schon längstens voll sind, hat unser Körper nicht die Möglichkeit, die bereits vorhandene Energie zu nutzen. Indem wir zwischendurch längere Essenspausen einlegen, oder mehr Fett und Proteine zu uns nehmen, können wir problemlos ohne zusätzliche Nahrungsaufnahme sehr hohe körperliche Leistung erbringen.

Indem er seinem Stoffwechsel beibrachte, flexibler zu sein, gewann Jan van Berkel gleich zweimal hintereinander den Ironman in Zürich, und stellte einen neuen Schweizer Rekord auf Ironman-Distanz auf. Zu seiner täglichen Nahrung zählen viele fettreiche Lebensmittel wie Eier, Käse, Nüsse, Öle oder Butter. Auf weniger gute Fettquellen wie Margarine verzichtet er. Kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Beeren oder Bohnen isst er nach wie vor noch, jedoch viel weniger. Maximal 120 Gramm Kohlenhydrate nimmt er am Tag zu sich. “Kohlenhydrate sind ein Super-Benzin für den menschlichen Körper, die ich auch während der Wettkämpfe zu mir nehme.” Für ihn ist es jedoch nicht mehr vorstellbar, andauernd Kohlenhydrate und zuckerreiche Getränke zu konsumieren, wie er es früher tat. Heute kann er auch morgens auf nüchternem Magen Spitzenleistungen erbringen, was für ihn früher nicht vorstellbar war. “Und wahrscheinlich hat mich die Ernährungsumstellung auch vor Typ-2 Diabetes bewahrt.”, ergänzt Jan. Fazit: Solange wir nicht wirklich hungrig sind, müssen wir wohl keine Angst vor zu wenig Energie während dem Training zu haben. Stattdessen essen wir mal lieber nichts vor dem Training, um unsere bestehenden Energiespeicher richtig zu leeren, um dadurch noch leistungsfähiger zu werden. Und falls du doch eine kleine Stärkung vor dem Training brauchst, so probiere es mal mit einem halben Apfel und etwas Erdnussbutter.


Tommy Chang ist Bewegungscoach und Mitgründer von Eat Better, Not Perfect. Möchtest auch du deine Metabolische Flexibilität trainieren, so melde dich jetzt an: www.eatbetternotperfect.com

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Teilnehmer-Info

  • Dies ist kein medizinisch begleitetes Programm. Falls du unter medizinischer Betreuung stehst, Medikamente einnimmst oder andere gesundheitliche Bedenken hast, so konsultiere einen guten Arzt.

  • Die Challenge sowie der Coach sind dazu da, dich (wieder) zu besseren Essens- und Alltagsgewohnheiten zu bringen. Resultate variieren und sind abhängig von verschiedenen Faktoren, u.a. Stress und deinem persönlichen Einsatz. Spezifische Resultate werden deshalb nicht garantiert.

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